schoebel media & marketing GmbH

Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust:
damit Kunden Sie auch nach dem Umzug finden

Eine neue Website ist schnell gebaut, die Sichtbarkeit bei Google dagegen über Jahre gewachsen. Hier steht, was beim Umzug auf die neue Seite passieren muss, damit Kunden Sie hinterher noch genauso finden.

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Damit ein Website-Relaunch keine Rankings kostet, braucht jede alte Adresse, die sich ändert, eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite, und zwar ab der ersten Minute nach dem Start. Dazu kommen eine Liste aller bisherigen Adressen, eine neue Sitemap und ein paar Wochen, in denen Sie die Search Console im Auge behalten. Ganz ohne Schwankungen geht es laut Google selbst bei sauberer Arbeit nicht, aber sie legen sich wieder.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bevor die alte Seite abgeschaltet wird, gehört jede ihrer Adressen in eine Tabelle mit dem neuen Ziel daneben.
  • Google empfiehlt serverseitige, dauerhafte Weiterleitungen und rät, sie mindestens ein Jahr stehen zu lassen.
  • Am Starttag sind vergessene Sperren aus der Testumgebung der teuerste Fehler, der sich in Sekunden prüfen lässt.
  • Die Ladezeit misst Google mit den Core Web Vitals, und gute Werte liegen bei LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1.

Das RisikoWarum ein Website-Relaunch Besucher kosten kann, obwohl die neue Seite besser ist

Bei einem Website-Relaunch ändert sich fast immer mehr als das Aussehen. Aus /leistungen/heizung.html wird /heizung/, aus der Seite für Badsanierung werden zwei, und die alte Unterseite mit den Öffnungszeiten verschwindet ganz, weil die jetzt im Fußbereich stehen. Für Sie ist das eine Aufräumaktion. Für Google sind es lauter Adressen, unter denen plötzlich nichts mehr liegt, und genau unter diesen Adressen standen bisher Ihre Suchergebnisse, die Links aus dem Branchenbuch und die Lesezeichen Ihrer Stammkunden.

Google schreibt in seiner Anleitung zum Umzug mit geänderten Adressen recht offen, dass bei jeder größeren Änderung mit vorübergehenden Ranking-Schwankungen zu rechnen ist, solange die Seiten neu gecrawlt und indexiert werden. Bei mittelgroßen Websites kann es einige Wochen oder länger dauern, bis die neuen Adressen nach und nach die alten ersetzen. Wie stark die Delle ausfällt, sagt einem vorher niemand seriös (wir auch nicht), aber wie lang sie dauert, hängt sehr davon ab, wie sorgfältig vorbereitet wurde.

Meistens hat ein Relaunch gute Gründe, ein frisches Design etwa, ein CMS, das sich leichter pflegen lässt, eine klarere Struktur für die eigene Zielgruppe oder endlich mehr Barrierefreiheit. Um diese Fragen der Planung geht es hier nicht. Es geht um den Teil der Umsetzung, der Suchmaschinen betrifft und bei dem ein Unternehmen mit etwas Zeit und Sorgfalt am meisten retten kann, also um die SEO-Seite des Umzugs.

VorbereitungWas Sie vor dem Relaunch der Website festhalten, bevor die alte Seite verschwindet

Für den Relaunch der Website brauchen Sie zuerst eine vollständige Liste aller Adressen, die es heute gibt. Die Sitemap der alten Seite ist ein Anfang, reicht aber selten, weil dort längst nicht alles drinsteht, was Google kennt; ergänzen Sie sie mit einem Crawl der Website und mit den Seiten, die in der Search Console Klicks bekommen haben. Vergessen wird gern das PDF mit der Preisliste oder die Stellenanzeige von vor drei Jahren, die immer noch Bewerber bringt.

Neben jede alte Adresse schreiben Sie die neue, auf die sie künftig zeigen soll. Google nennt genau diese Zuordnung von alt zu neu als Grundlage für den ganzen Umzug, und sie ist der Teil, bei dem sich Sorgfalt am meisten auszahlt, auch wenn er am wenigsten Spaß macht.

Sichern Sie außerdem die Zahlen, an denen Sie später messen: Klicks und Impressionen aus der Search Console, Besucher und Anfragen aus Ihrer Webanalyse, am besten für die wichtigsten Seiten einzeln. Ohne diesen Vorher-Stand lässt sich nach dem Start schlicht nicht sagen, ob es besser oder schlechter läuft, und dann wird über Gefühle diskutiert statt über Zahlen.

WeiterleitungenMit 301-Weiterleitungen bleibt Ihr Homepage-Relaunch für Google nachvollziehbar

Beim Homepage-Relaunch übersetzt die 301-Weiterleitung Ihre Tabelle in etwas, das Browser und Google verstehen: Wer die alte Adresse aufruft, ob Nutzer oder Suchmaschine, landet automatisch auf der neuen. Google empfiehlt dafür serverseitige, dauerhafte Weiterleitungen mit dem Statuscode 301 oder 308. Eine Weiterleitung per JavaScript ist nur die Notlösung, wenn es serverseitig gar nicht geht.

Drei Fehler sollten Sie dabei vermeiden. Weiterleitungsketten, bei denen die alte Adresse erst auf eine Zwischenadresse und die dann weiter zeigt, sollten Sie vermeiden, Google rät ausdrücklich davon ab. Ebenso wenig sollten viele alte Seiten pauschal auf die Startseite umgeleitet werden, denn das kann Google wie eine nicht gefundene Seite werten, einen sogenannten Soft 404. Und Inhalte, die es wirklich nicht mehr gibt, liefern besser einen ehrlichen Fehlercode 404 oder 410, als irgendwohin weitergereicht zu werden.

Wie lange die Weiterleitungen bleiben? Google schreibt, so lange wie möglich, in der Regel mindestens ein Jahr. Wer seinen Hostingvertrag wechselt oder das System neu aufsetzt, sollte deshalb darauf achten, dass die Weiterleitungsregeln mit umziehen und nicht in der alten Konfiguration liegen bleiben.

ChecklisteWelche Punkte die Relaunch-Checkliste Ihrer Website vor, während und nach dem Start abdeckt

Die folgende Relaunch-Checkliste für Ihre Website fasst zusammen, was in den Abschnitten oben und unten steht, sortiert nach dem Zeitpunkt. Sie ist bewusst kurz gehalten und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall; bei einem Onlineshop mit Tausenden Artikeln kommen etwa Filterseiten und Produktvarianten dazu, bei einer Praxis mit fünf Unterseiten fällt manches weg.

Hilfreich ist es, die Liste ausgedruckt neben den Bildschirm zu legen und jeden Punkt mit Datum abzuhaken (klingt altmodisch, verhindert aber, dass am Starttag zwei Leute dasselbe prüfen und keiner das andere).

ZeitpunktAufgabeWoran Sie erkennen, dass es erledigt ist
VorherAlle alten Adressen sammeln (Sitemap, Crawl, Search Console)Eine Tabelle, in der jede alte Adresse steht
VorherZuordnung alt zu neu festlegenNeben jeder alten Adresse steht ein passendes neues Ziel oder bewusst 404/410
VorherVergleichszahlen sichernKlicks, Impressionen und Anfragen der wichtigsten Seiten liegen als Export vor
VorherInterne Links, Canonical-Angaben und neue Sitemap vorbereitenNeue Seiten verweisen auf sich selbst, Links zeigen auf neue Adressen
StarttagServerseitige 301-Weiterleitungen aktivierenStichproben alter Adressen landen ohne Umweg auf dem richtigen Ziel
StarttagSperren aus der Testumgebung entfernenKein noindex auf Live-Seiten, robots.txt sperrt nichts Wichtiges
StarttagNeue Sitemap in der Search Console einreichen, bei Domainwechsel AdressänderungSitemap wird als gelesen angezeigt
DanachSearch Console und Webanalyse beobachtenVergleich mit den gesicherten Zahlen, Fehlerseiten werden nachgezogen
DanachCore Web Vitals prüfenLCP bis 2,5 s, INP bis 200 ms, CLS bis 0,1
DanachWeiterleitungen stehen lassenMindestens ein Jahr, länger, solange noch Besucher darüber kommen

StarttagAm Starttag des Website-Relaunch zuerst Sperren, Sitemap und Search Console prüfen

Am Starttag des Website-Relaunch passiert der vermutlich teuerste Fehler, und er ist in einer Minute zu finden. Während der Entwicklung wird die neue Seite oft mit einem noindex oder einer gesperrten robots.txt vor Google versteckt, was richtig ist, solange sie noch nicht fertig ist. Google rät, schon vorher festzulegen, wie die robots.txt nach dem Start aussehen soll und auf welchen Seiten das noindex verschwinden muss; bleibt die Sperre versehentlich stehen, bauen Sie die beste Website der Region, die niemand findet.

Danach reichen Sie die neue Sitemap in der Search Console ein. Das Tool zur Adressänderung brauchen Sie nur, wenn sich die Domain selbst ändert, also etwa von einer alten Firmendomain auf eine neue; für den Wechsel auf HTTPS, von www auf ohne www oder für neue Pfade innerhalb derselben Domain ist es laut Google nicht gedacht.

Prüfen Sie außerdem stichprobenartig ein Dutzend alter Adressen von Hand, gerade die, über die bisher die meisten Besucher kamen. Und weil Inhalt und Informationen jetzt anders verteilt sind: Jede neue Seite sollte im Quelltext auf sich selbst als kanonische Adresse verweisen, und die internen Links im Menü und im Text zeigen direkt auf die neuen Adressen statt über die Weiterleitung.

DanachWoran Sie nach dem Website-Relaunch erkennen, ob alles greift

Nach dem Website-Relaunch beginnt das, was viele überspringen, weil die Seite ja online ist: das Nachsehen. In den ersten Wochen lohnt ein regelmäßiger Blick in die Search Console, wo nicht gefundene Seiten und Probleme beim Indexieren auftauchen, und der Vergleich mit den Zahlen, die Sie vorher gesichert haben. Tauchen alte Adressen mit Fehlern auf, die in Ihrer Tabelle fehlten, wird die Weiterleitung eben nachgetragen.

Auch die Ladezeit gehört auf den Prüfstand, denn eine neue Seite ist nicht automatisch eine schnelle. Google misst sie mit den Core Web Vitals und nennt als gute Werte einen Largest Contentful Paint (LCP) innerhalb von 2,5 Sekunden, einen Interaction to Next Paint (INP) unter 200 Millisekunden und einen Cumulative Layout Shift (CLS) unter 0,1. Gute Werte empfiehlt Google ausdrücklich, um in der Suche erfolgreich zu sein, und schreibt, dass diese Aspekte der Nutzerfreundlichkeit den Anforderungen seiner Ranking-Systeme entsprechen. Den Stand Ihrer Seiten zeigt der Core-Web-Vitals-Bericht in der Search Console.

Wer eine neue Seite plant, sollte diese Punkte schon beim Webdesign mitdenken, nicht erst hinterher. Und wenn es nach dem Start doch hakt, ist eine Prüfung durch eine SEO-Agentur meist schneller als wochenlanges Rätseln.

Was jetzt

So bereiten Sie Ihren Website-Relaunch ab heute vor

  1. Adressen sammelnSitemap, Crawl und Search Console zusammenführen, bis wirklich jede alte Adresse in einer Tabelle steht.
  2. Ziele eintragenFür jede Adresse das neue Ziel festlegen oder bewusst entscheiden, dass sie wegfällt.
  3. Zahlen sichernKlicks, Impressionen und Anfragen der wichtigsten Seiten exportieren, damit Sie später vergleichen können.
  4. Starttag planenFestlegen, wer die Sperren entfernt, die Sitemap einreicht und die Weiterleitungen stichprobenartig prüft.

Häufige Fragen

Verliere ich bei einem Website-Relaunch automatisch meine Rankings?

Nicht automatisch. Google rechnet selbst bei sauberem Umzug mit vorübergehenden Schwankungen, die sich legen. Dauerhaft wird es meist dann, wenn alte Adressen ins Leere laufen oder die neue Seite für Google gesperrt bleibt.

Wie lange müssen 301-Weiterleitungen bestehen bleiben?

Google rät zu so lange wie möglich, in der Regel mindestens ein Jahr. Solange noch Besucher über alte Adressen kommen, lassen Sie sie besser stehen.

Brauche ich beim Homepage-Relaunch das Tool zur Adressänderung?

Nur, wenn sich die Domain ändert. Bleibt die Domain gleich und ändern sich nur Pfade, oder wechseln Sie auf HTTPS, ist es laut Google nicht vorgesehen.

Darf ich alte Seiten einfach auf die Startseite umleiten?

Besser nicht pauschal. Google kann das wie eine nicht gefundene Seite behandeln. Gibt es kein passendes neues Ziel, ist ein ehrlicher 404 oder 410 die sauberere Lösung.

Was gehört mindestens auf eine Relaunch-Checkliste für die Website?

Die Liste aller alten Adressen mit neuem Ziel, die Weiterleitungen, das Entfernen der Testsperren, die neue Sitemap und ein paar Wochen Beobachtung in der Search Console. Den Rest richten Sie nach Größe und Art Ihrer Seite.

Ein Relaunch ist für die meisten Betriebe ein Projekt, das selten ansteht, und entsprechend wenig Routine ist da. Bei der schoebel media & marketing GmbH in Passau gehören Website und Suchmaschinen-Sichtbarkeit zusammen, deshalb planen wir Weiterleitungen und Nachkontrolle von Anfang an mit.

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Nikolai Schöbel
Nikolai SchöbelGeschäftsführer der schoebel media & marketing GmbH in Passau, seit über 20 Jahren im Online-Marketing. Stand dieses Beitrags: 05.10.2026.
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