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LinkedIn-Unternehmensseite anlegen:
und so bleibt sie für Ihren Betrieb lebendig

Eine Unternehmensseite auf LinkedIn kostet nichts und ist schnell eingerichtet. Wir zeigen, was Sie vorher brauchen, wie Sie Rollen im Team verteilen und woran Sie später sehen, ob sich die Mühe lohnt.

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Eine LinkedIn Unternehmensseite legen Sie kostenlos an, indem Sie am Computer oder in der iPhone-App über „Produkte“ auf „Eine Unternehmensseite erstellen“ gehen, den Seitentyp wählen, die Angaben zum Betrieb eintragen und bestätigen, dass Sie für ihn handeln dürfen. Voraussetzung ist ein eigenes LinkedIn-Konto mit mindestens zwei Kontakten. Der schwierigere Teil kommt danach, denn eine Seite, auf der seit dem Frühjahr nichts erschienen ist, wirkt auf Bewerber und Geschäftskunden eher verlassen als professionell.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Unternehmensseite ist kostenlos und lässt sich am Computer oder mit der LinkedIn-App auf dem iPhone anlegen, auf Android-Geräten nicht.
  • LinkedIn verlangt ein persönliches Konto mit mindestens zwei Kontakten, ein ganz neues Konto muss außerdem mindestens einen Tag alt sein.
  • Wer die Seite anlegt, wird automatisch Super-Admin und kann weitere Personen als Super-Admin, Content-Admin oder Analyst einsetzen.
  • In den Seitenanalysen sehen alle drei Rollen, wie Beiträge ankommen und wer die Seite besucht.

WarumWofür sich LinkedIn für Unternehmen aus der Region wirklich lohnt

LinkedIn ist kein Ort für das Mittagsangebot der Metzgerei. Für einen Maschinenbauer in Hutthurm, ein Ingenieurbüro in Passau oder eine Steuerkanzlei, die Fachkräfte sucht, sieht das anders aus, denn auf dieser Plattform ist die Zielgruppe unterwegs, die solche Betriebe erreichen wollen: Einkäufer, Geschäftskunden, Bewerber mit Berufserfahrung. Wer dort Sichtbarkeit aufbaut, tut das in einem beruflichen Netzwerk und nicht zwischen Urlaubsfotos.

LinkedIn selbst beschreibt die Unternehmensseite als Ort, an dem Mitglieder mehr über Marke, Produkte, Dienstleistungen und offene Stellen eines Unternehmens erfahren. Das klingt nüchtern, trifft es aber. Wer sich bei Ihnen bewirbt, schaut sich die Seite an, bevor er das Anschreiben abschickt, und ein Geschäftskunde tut vor dem ersten Termin oft dasselbe.

Dazu kommt ein Nebeneffekt, den man leicht unterschätzt. Wenn Ihre Mitarbeiter im eigenen Profil Ihren Betrieb als Arbeitgeber eintragen, tauchen sie nach einer Weile auf Ihrer Unternehmensseite als Beschäftigte auf. Wer Ihren Betrieb anschaut, sieht dann gleich, dass dort echte Leute arbeiten.

VorbereitungWas Sie brauchen, bevor Sie Ihr LinkedIn-Firmenprofil anlegen

Ein LinkedIn-Firmenprofil hängt immer an einer echten Person. Sie brauchen also ein eigenes LinkedIn-Konto, und LinkedIn rät, dafür Ihren echten Vor- und Nachnamen zu verwenden und die hinterlegte Mailadresse zu bestätigen. Das ist mehr als eine Formalie: Persönliche Profile, die statt eines Menschen eine Firma darstellen, können laut LinkedIn als Spam oder Missbrauch gemeldet werden. Der Betrieb bekommt die Seite, die Person bleibt die Person.

Dann zählt LinkedIn Ihre Kontakte, und zwar ziemlich genau. In der Hilfe steht, dass ein Konto mindestens zwei Kontakte haben muss, um eine Unternehmensseite zu erstellen, und dass ein frisch angelegtes Konto mindestens einen Tag warten muss. Im Ressourcen-Center für gemeinnützige Organisationen nennt LinkedIn sogar ein Profilalter von sieben Tagen. Wer also gerade erst ein Konto anlegt, verbindet sich zuerst mit ein paar Kollegen und Geschäftspartnern und kümmert sich ein paar Tage später um die Seite.

Bevor Sie loslegen, suchen Sie außerdem kurz nach Ihrem Firmennamen. Gibt es bereits eine Seite für Ihren Betrieb, etwa weil ein früherer Mitarbeiter sie vor Jahren angelegt hat, legen Sie keine zweite an, sondern beantragen Adminzugriff für die bestehende. LinkedIn kann außerdem verlangen, dass Sie den Arbeitsplatz in Ihrem Profil über eine Firmen-Mailadresse bestätigen.

AnleitungIn wenigen Schritten zur LinkedIn Unternehmensseite, am Computer oder auf dem iPhone

Auf der LinkedIn-Startseite klicken Sie oben rechts auf das Symbol „Produkte“, scrollen nach unten und wählen „Eine Unternehmensseite erstellen“. LinkedIn fragt dann nach dem Seitentyp: Unternehmen, Fokusseite oder Bildungseinrichtung. Für einen Handwerksbetrieb, eine Praxis oder eine Agentur ist das fast immer „Unternehmen“; eine Fokusseite ist für einen eigenen Geschäftsbereich gedacht, der unter dem Dach der Hauptseite steht.

Anschließend tragen Sie die Angaben zum Betrieb ein, setzen das Häkchen, mit dem Sie bestätigen, dass Sie im Namen des Unternehmens handeln dürfen, und klicken auf „Seite erstellen“. Die URL der Seite folgt dem Muster linkedin.com/company/ plus Name, und jede gibt es nur einmal. Ist der Wunschname vergeben, hängen Sie etwas an, zum Beispiel den Ort. Danach können Sie die Seite über die Funktion „Seite teilen“ in Ihrem Netzwerk bekannt machen und Kontakte einladen, ihr zu folgen.

Eine Einschränkung sollten Sie kennen, damit Sie nicht ewig suchen: Auf Android-Geräten lässt sich eine Unternehmensseite laut LinkedIn nicht anlegen, nur am Computer oder mit der App auf einem iPhone oder iPad. Ist die Seite einmal da, füllen Sie sie vollständig aus, mit Logo, Titelbild, einem kurzen Satz darüber, was Sie machen, und dem Link auf Ihre Website. Für ein geschäftlich genutztes Profil gehört auch ein klar benannter Link zum Impressum dazu, denn die Pflicht aus § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes gilt für geschäftsmäßige digitale Dienste, und das Landgericht Aschaffenburg hat sie schon 2011 für eine geschäftlich genutzte Facebook-Seite bejaht.

RollenWer darf was? Admin-Rollen im LinkedIn Unternehmensprofil sinnvoll verteilen

Wer die Seite anlegt, wird automatisch Super-Admin. Für die Verwaltung des LinkedIn Unternehmensprofils kennt LinkedIn drei Seitenrollen. Der Super-Admin darf alles, also auch andere Admins hinzufügen oder entfernen, die Seiteninformationen bearbeiten und die Seite deaktivieren. Der Content-Admin erstellt und verwaltet Beiträge und Events und kann Beiträge sponsern. Analysten sehen nur den Bereich mit den Analysen.

Für einen kleinen Betrieb reicht meistens eine einfache Aufteilung: Inhaberin oder Inhaber als Super-Admin, die Kollegin aus dem Büro, die ohnehin Fotos von der Baustelle macht, als Content-Admin. Wichtig ist der zweite Super-Admin. LinkedIn rät dazu ausdrücklich für den Fall, dass jemand den Zugang verliert oder das Unternehmen verlässt, und schreibt dazu, dass es selbst keine Admins ersetzen oder entfernen kann.

Man stelle sich die Seite vor, die nur am Konto eines Azubis hängt, der vor drei Jahren gegangen ist (und dessen Passwort niemand kennt). Wenn Sie heute Admins einsetzen, nehmen Sie also zwei Personen, die voraussichtlich bleiben, und schauen Sie einmal im Jahr nach, wer noch auf der Liste steht.

RhythmusRegelmäßig bespielen: wie Ihre LinkedIn Unternehmensseite im Alltag lebendig bleibt

Eine Seite anzulegen ist an einem Vormittag erledigt. Sie regelmäßig zu füllen, ist die eigentliche Arbeit, und genau daran scheitern viele Unternehmensseiten. LinkedIn empfiehlt in seinem Ressourcen-Center schlicht, die Seite vollständig auszufüllen, regelmäßig neue Beiträge zu veröffentlichen und echte Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Was heißt regelmäßig? Eine feste Zahl, die für jeden Betrieb stimmt, gibt es nicht, und wir würden Ihnen keine erfinden. Hilfreicher ist die Frage, was Sie über ein Vierteljahr hinweg durchhalten. Ein Beitrag alle zwei Wochen, der zuverlässig kommt, macht einen besseren Eindruck als vier Beiträge im Januar und dann Funkstille. Themen gibt es in jedem Betrieb genug: ein abgeschlossenes Projekt, ein neuer Kollege, die bestandene Gesellenprüfung, ein Blick in die Werkstatt. Mit einem Fachartikel zeigen Sie, was Sie können, mit einem Foto vom Team, wer dahintersteht, und so ein Teamfoto teilen die Abgebildeten vielleicht sogar in ihrem eigenen Profil.

Die Inhalte planen Sie deshalb für mehrere Wochen im Voraus, am besten zusammen mit den anderen Seiten, die Sie bespielen. Das ist im Grunde schon die halbe Strategie: wenige Themen, ein fester Rhythmus und eine kleine Community aus Kunden, Mitarbeitern und Partnern, die Ihre Beiträge zu sehen bekommt. Mit dem Redaktionsplan-Rechner können Sie durchrechnen, wie viele Beiträge bei Ihrer Kanalzahl zusammenkommen und wie viele Drehtage dahinterstecken.

AuswertungWoran Sie in den Seitenanalysen erkennen, ob LinkedIn für Unternehmen bei Ihnen wirkt

In der Admin-Ansicht finden Sie unter „Analysen“ mehrere Bereiche. Die Inhaltsanalysen zeigen je Beitrag Impressionen, erreichte Mitglieder, Klicks, Reaktionen, Kommentare und die Engagement-Rate, also das Verhältnis von Interaktionen zu Impressionen. Die Besucheranalysen zeigen Seitenaufrufe und einzelne Besucher der letzten 30 Tage und schlüsseln auf, aus welcher Branche, welchem Ort und welcher Karrierestufe sie kommen; wie sich Ihre Follower entwickeln, zeigt ein eigener Bereich.

Zwei Dinge sollten Sie dabei im Kopf behalten. LinkedIn schreibt selbst, dass Impressionen und erreichte Mitglieder geschätzt sind, und bei den meisten Kennzahlen kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis sie erscheinen. Bewerten Sie einen Beitrag deshalb nicht am Nachmittag nach dem Posten.

Für einen regionalen Betrieb ist die Besucher-Demografie oft der spannendste Teil. Wenn dort plötzlich Personalverantwortliche aus der Region oder Einkäufer aus Ihrer Zielbranche auftauchen, wissen Sie, dass die Seite bei den richtigen Leuten ankommt, ganz egal, wie klein die Reichweite absolut ist.

Was jetzt

So steht Ihre LinkedIn Unternehmensseite in den nächsten zwei Wochen

  1. Konto prüfenStellen Sie sicher, dass Ihr persönliches Konto echten Namen, bestätigte Mailadresse und mindestens zwei Kontakte hat.
  2. Nach Bestehendem suchenSuchen Sie Ihren Firmennamen auf LinkedIn und beantragen Sie Adminzugriff, falls es schon eine Seite gibt.
  3. Seite anlegen und füllenAm Computer über „Produkte“ die Seite erstellen, Logo, Titelbild, Beschreibung, Website und Impressum ergänzen und einen zweiten Super-Admin eintragen.
  4. Ersten Monat planenLegen Sie drei bis vier Anlässe für die nächsten Wochen fest und sehen Sie nach einem Monat in die Seitenanalysen.

Häufige Fragen

Kostet eine LinkedIn Unternehmensseite etwas?

Nein, Anlegen und Verwalten sind kostenlos. Geld kostet erst, was Sie zusätzlich buchen, etwa gesponserte Beiträge oder eine Premium-Unternehmensseite.

Warum kann ich keine Unternehmensseite erstellen?

Meist liegt es an einer dieser Hürden: weniger als zwei Kontakte, ein Konto, das jünger als einen Tag ist, eine bereits vergebene Seitenadresse oder ein Android-Gerät. LinkedIn kann außerdem eine Bestätigung des Arbeitsplatzes per Firmen-Mailadresse verlangen.

Was ist der Unterschied zwischen LinkedIn-Profil und LinkedIn-Firmenprofil?

Das Profil gehört einer Person, das Firmenprofil, also die Unternehmensseite, gehört dem Betrieb. Ein persönliches Profil, das eine Firma statt eines Menschen darstellt, kann laut LinkedIn als Spam gemeldet werden.

Wie viele Admins sollte eine Unternehmensseite haben?

Mindestens zwei Super-Admins, damit die Seite nicht verwaist, wenn jemand den Betrieb verlässt. LinkedIn selbst kann keine Admins ersetzen.

Wer darf die Seitenanalysen sehen?

Super-Admins, Content-Admins und Analysten können die Analysen ansehen und exportieren. Analysten haben dabei nur Zugriff auf diesen Bereich.

Bei der schoebel media & marketing GmbH in Passau sehen wir viele Unternehmensseiten, die mit Schwung angelegt wurden und nach dem dritten Beitrag verstummt sind. Eine Seite, die selten, aber verlässlich etwas zeigt, wirkt auf Bewerber und Geschäftskunden besser als eine, die einmal laut war.

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Nikolai Schöbel
Nikolai SchöbelGeschäftsführer der schoebel media & marketing GmbH in Passau, seit über 20 Jahren im Online-Marketing. Stand dieses Beitrags: 05.10.2026.
+49 851 21338981
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