Einen Instagram Business Account erstellen Sie, indem Sie in der App unter „Kontoart und Tools“ auf „Zu professionellem Konto wechseln“ tippen, eine Kategorie wählen und sich für „Unternehmen“ entscheiden. Ein neues Konto brauchen Sie dafür nicht, Instagram stellt das bestehende einfach um. Wichtiger als der Klick selbst ist, was danach kommt: ein öffentliches Profil, Zugriff auf Insights und, sobald Sie geschäftlich auftreten, ein erreichbares Impressum.
- Instagram kennt drei Kontoarten: das persönliche Konto, das Creator-Konto und das Unternehmenskonto.
- Die Umstellung läuft in der App über „Kontoart und Tools“, die Verknüpfung mit einer Facebook-Seite ist dabei freiwillig.
- Wer von privat auf professionell wechselt, hat danach ein öffentliches Profil, und offene Anfragen von Followern werden automatisch angenommen.
- Ein geschäftlich genutztes Profil braucht ein Impressum, das ergibt sich aus § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes und nicht aus der Kontoart.
KontoartPrivat, Creator oder Instagram-Unternehmenskonto: welches Konto zu Ihrem Betrieb passt
Instagram unterscheidet drei Kontoarten, und um die geht es in diesem Artikel zuerst. Das persönliche Konto ist das, mit dem fast alle anfangen. Daneben gibt es zwei professionelle Varianten, das Creator-Konto und das Unternehmenskonto, und für beide gilt: Sie bekommen Werkzeuge, mit denen Sie Werbung schalten, Nachrichten verwalten und sehen können, wie Ihre Beiträge ankommen.
Welche der beiden Varianten passt, beschreibt Instagram selbst recht klar. Unternehmenskonten seien für Einzelhändler, lokale Unternehmen, Marken, Organisationen und Dienstleister gedacht, Creator-Konten für Personen des öffentlichen Lebens, Künstler und Influencer. Die Schreinerei in Vilshofen, die Physiotherapie am Domplatz und der Modeladen in der Ludwigstraße sind also klare Fälle für das Instagram-Unternehmenskonto. Spannender wird es bei der Fotografin, die vor allem mit ihrem eigenen Gesicht wirbt, aber ehrlich gesagt ist das eine Frage des Auftritts und nicht der Technik.
Ganz endgültig ist die Wahl ohnehin nicht. Sie können jederzeit zwischen Creator und Unternehmen hin- und herwechseln oder zurück zum persönlichen Profil gehen, nur nicht ganz ohne Folgen, dazu gleich mehr.
AnleitungSo können Sie einen Instagram Business Account erstellen, Schritt für Schritt in der App
Wer einen Instagram Business Account erstellen will, fängt beim eigenen Profil an. Tippen Sie unten rechts auf Ihr Profilbild, dann auf „Mehr“, um zu „Einstellungen und Aktivitäten“ zu kommen. Unter „Für Profis“ finden Sie den Punkt „Kontoart und Tools“ und darin „Zu professionellem Konto wechseln“. Danach fragt Instagram nach einer Kategorie, also etwa Bäckerei, Zahnarzt oder Elektriker, und erst im nächsten Schritt wählen Sie zwischen Creator und Unternehmen.
Das verwirrt manche, ist aber so gewollt: Laut Instagram entscheidet die Kategorie nicht darüber, welches Konto entsteht. Sie ist das, was später klein unter Ihrem Namen steht, und Sie können sie im Profil auch ausblenden. Anschließend bittet die App um die Kontaktdaten Ihres Unternehmens. Den Schritt dürfen Sie überspringen, wir würden ihn bei einem Betrieb mit Laden oder Werkstatt aber ausfüllen, mindestens mit Telefonnummer und Adresse, weil Kunden dann direkt im Profil sehen, wie sie Sie erreichen.
Am Computer geht es fast genauso über instagram.com, Einstellungen und „Kontoart und Tools“. Ein zweites Konto brauchen Sie für all das nicht. Wer aber Privates und Betriebliches trennen möchte, legt eben ein neues Konto an und stellt nur das um; bis zu zehn Konten lassen sich laut Instagram gleichzeitig angemeldet halten.
FolgenWas sich am Profil ändert, wenn das Instagram-Unternehmenskonto aktiv ist
Die wichtigste Änderung übersehen viele, bis es zu spät ist. War Ihr Konto bisher privat, ist es nach dem Wechsel öffentlich, und alle offenen Anfragen von Leuten, die Ihnen folgen wollten, werden automatisch angenommen. Wer das Konto jahrelang für Urlaubsbilder genutzt hat, sollte also vorher durchsehen, was dort eigentlich noch steht (die Grillfeier von 2019 muss nicht unbedingt Ihr erster Eindruck bei neuen Kunden sein).
Dafür bekommen Sie Zugang zum Professional-Dashboard. Dort sehen Sie Insights, erstellen Anzeigen und verwalten Werbung. Wollen Sie später doch zurück zum persönlichen Profil, geht das, allerdings verlieren Sie dann den Zugriff auf Anzeigen und womöglich auf weitere Werkzeuge, und eine verknüpfte Facebook-Seite wird getrennt.
Unsere Empfehlung ist deshalb eher unspektakulär: Entscheiden Sie einmal bewusst, ob dieses Konto künftig für den Betrieb spricht, und bleiben Sie dann dabei. Ständiges Hin und Her bringt nichts außer verlorenen Verknüpfungen.
FacebookLohnt sich die Verknüpfung mit Facebook für Instagram für Unternehmen?
Während der Einrichtung bietet Instagram an, das Konto mit einer bestehenden Facebook-Seite zu verbinden. Laut Instagram ist dieser Schritt freiwillig, er erleichtert aber das Teilen von Beiträgen auf Facebook und die Nutzung verknüpfter Funktionen wie Werbung und Shopping-Werkzeuge. Wer nur posten will, kann ihn also ohne Weiteres überspringen.
Für viele Betriebe in Niederbayern gehört die zweite Plattform trotzdem noch dazu, gerade bei der Stammkundschaft oder bei Veranstaltungen im Ort. Wenn Sie dort ohnehin eine Seite pflegen, ist die Verbindung sinnvoll, weil Sie Anzeigen dann für beide Kanäle an einer Stelle planen. Gibt es keine Facebook-Seite und auch keinen Werbeplan, legen Sie lieber nicht nur deshalb eine an, weil die App gerade danach fragt.
InsightsWas Ihnen die Insights im Instagram Business Account über Ihre Beiträge verraten
Insights sind die Daten hinter Ihren Posts, also wie Nutzer mit dem umgehen, was Sie veröffentlichen: wie oft ein Reel angesehen wurde, wie viele verschiedene Konten es gesehen haben, wie viele geliked, kommentiert, geteilt oder gespeichert haben. Instagram stellt diese Auswertung für öffentliche Konten kostenlos bereit, und Sie können Zeiträume bis zu 90 Tage zurück wählen.
Zwei Schwellen sollten Sie kennen, damit Sie nicht an einen Fehler glauben. Angaben dazu, woher Ihre Zuschauer kommen und wie alt sie sind, zeigt Instagram erst, wenn Sie in dem gewählten Zeitraum mehr als 100 Konten erreicht haben. Trends zu Ihren Followern, also Wachstum, Herkunft und die Uhrzeiten, zu denen sie aktiv sind, gibt es ab 100 Followern. Ein frisch umgestelltes Konto einer Fahrschule in Pocking sieht deshalb anfangs oft nur wenig, das ist normal.
Was Sie mit den Zahlen anfangen, ist der eigentliche Punkt. Wir würden zuerst nachsehen, welche Beiträge gespeichert und geteilt werden, weil das mehr über echtes Interesse sagt als ein schnelles Herz. Wer einen Beitrag bewerben möchte, braucht übrigens ohnehin ein professionelles Konto, denn diese Funktion steht persönlichen Profilen nicht zur Verfügung.
ImpressumInstagram Business Account als Privatperson: wann das Impressum zur Pflicht wird
In den Schritten, die Instagram für die Umstellung beschreibt, ist kein Nachweis eines Gewerbes vorgesehen, und die Kontaktdaten lassen sich überspringen. Einen Instagram Business Account als Privatperson anzulegen ist technisch also kein Problem. Rechtlich hängt die entscheidende Frage aber nicht an der Kontoart, sondern daran, ob Sie das Profil geschäftsmäßig nutzen.
Maßgeblich ist § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes, das seit dem 14. Mai 2024 das Telemediengesetz ersetzt; inhaltlich wurde dabei laut IHK nur der Begriff angepasst. Dort heißt es, Diensteanbieter hätten für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste bestimmte Informationen bereitzuhalten, die leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein müssen. Dass das auch für Profile in sozialen Netzwerken gilt, hat das Landgericht Aschaffenburg schon 2011 für eine Facebook-Seite entschieden (Az. 2 HK O 54/11), und der Händlerbund sieht die Pflicht bei Instagram genauso, bereits wenn ein Profil auf die Website eines Unternehmens verweist.
Praktisch heißt das: Setzen Sie einen klar benannten Link zum Impressum Ihrer Website in die Profilbeschreibung. Wie genau das bei Ihrem Betrieb aussehen muss, kann im Zweifel nur ein Anwalt beurteilen, wir sind keine. Und wer sich fragt, wie das Profil danach regelmäßig gefüllt wird, kann mit dem Redaktionsplan-Rechner auf unserer Social-Media-Seite einmal durchspielen, wie viele Beiträge und Drehtage dafür nötig wären.
So steht Ihr Instagram-Unternehmenskonto noch diese Woche
- Altes Profil prüfenSehen Sie vor dem Wechsel durch, welche Beiträge öffentlich werden, und archivieren Sie, was nicht zum Betrieb passt.
- UmstellenIn der App unter „Kontoart und Tools“ auf „Zu professionellem Konto wechseln“ tippen, Kategorie wählen, „Unternehmen“ auswählen und die Kontaktdaten eintragen.
- Impressum verlinkenSetzen Sie einen klar benannten Link zum Impressum Ihrer Website in die Profilbeschreibung.
- Nach vier Wochen nachsehenÖffnen Sie die Insights und schauen Sie, welche Beiträge gespeichert und geteilt wurden, davon machen Sie mehr.
Häufige Fragen
Kostet ein Instagram Business Account etwas?
Die Umstellung selbst kostet nichts, und auch die Insights stellt Instagram für öffentliche Konten kostenlos bereit. Geld fällt erst an, wenn Sie Beiträge bewerben oder Anzeigen schalten.
Brauche ich für ein Instagram-Unternehmenskonto eine Facebook-Seite?
Nein. Instagram bietet die Verknüpfung bei der Einrichtung an, sie ist aber freiwillig. Sinnvoll wird sie vor allem, wenn Sie Werbung oder Shopping-Funktionen über beide Kanäle nutzen wollen.
Kann ich einen Instagram Business Account als Privatperson haben?
Technisch ja, in der Anleitung von Instagram ist für die Umstellung kein Nachweis eines Gewerbes vorgesehen. Sobald Sie das Profil geschäftsmäßig nutzen, brauchen Sie aber ein Impressum, unabhängig davon, welche Kontoart eingestellt ist.
Was passiert mit meinen Followern, wenn ich umstelle?
Ihre Follower bleiben. War das Konto privat, wird es öffentlich, und offene Anfragen werden automatisch angenommen.
Kann ich wieder zurück zum privaten Konto?
Ja, jederzeit. Sie verlieren dann aber den Zugriff auf Anzeigen und womöglich auf weitere Werkzeuge, und eine verbundene Facebook-Seite wird getrennt.
Bei der schoebel media & marketing GmbH in Passau erleben wir oft, dass die Umstellung in fünf Minuten erledigt ist und dann monatelang nichts passiert. Das Konto ist schnell gemacht, der Rhythmus danach ist die eigentliche Arbeit.
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Quellen
- Instagram-Hilfebereich: Professionelles Instagram-Konto einrichten, abgerufen am 05.10.2026
- Meta-Hilfebereich für Unternehmen: Professionelles Instagram-Konto einrichten, abgerufen am 05.10.2026
- Instagram-Hilfebereich: Instagram-Insights, abgerufen am 05.10.2026
- Meta-Hilfebereich für Unternehmen: Instagram-Insights, abgerufen am 05.10.2026
- Digitale-Dienste-Gesetz, § 5 Allgemeine Informationspflichten, abgerufen am 05.10.2026
- IHK für Oberfranken Bayreuth: Telemediengesetz ist jetzt Digitale-Dienste-Gesetz, abgerufen am 05.10.2026
- Händlerbund: Instagram und Impressum, abgerufen am 05.10.2026
- Ferner Alsdorf Rechtsanwälte: LG Aschaffenburg zur Impressumspflicht auf Facebook, abgerufen am 05.10.2026

